Die Erler Passionsspiele - Kulturerbe Österreichs

blaue quelle 2014 passionsspiele (c)ferienland kufstein

Passionsspiele Erl in Tirol im größten Parterretheater Österreichs

Alle sechs Jahre (2013 aufgrund des 400-jährigen Jubiläums) finden im Passionsspielhaus Erl die Passionsspiele statt, bei denen über 600 Mitwirkende aus der Erler Gemeinde das Leben und Sterben Jesu Christus in eindrucksvollen Bildern vermitteln. Erstmalig wurde 2013 auch auf Wunsch mit englischer Szenenerläuterung mittels Kopfhörer und neuem Text von Felix Mitterer. Regie führt Markus Plattner. 2019 finden die nächsten Passionsspiele statt.

Geschichte
Seit dem Mittelalter sind Passionsspiele ein wesentliches Merkmal der Tiroler Kulturlandschaft. Sie entstanden vielfach aufgrund von Gelöbnissen. Erl hatte als “Dorf an der Grenze” in seiner Geschichte immer wieder unter der Kriegsfurie hart zu leiden. Seit 1613 verkünden hier Passions- und Osterspiele die christliche Botschaft des Friedens. Die Wurzeln der Erler Passion gehen auf ein Osterspiel des Meistersingers Sebastian Wild aus Augsburg zurück, wie der älteste Spieltext aus dem Jahr 1613 belegt. Erl ist der älteste Passionsspielort im deutschsprachigen Raum.

Passionsspielhaus Erl
1959 wurde das außergewöhnliche Passionsspielhaus eröffnet, das nicht beheizbar ist. Es passt sich trotz seiner markanten Architektur der Berglandschaft an und stellt auch akustisch ein Meisterwerk dar. Im Zuschauerraum ist für 1500 Besucher Platz.

Text und Informationen: Ferienland Kufstein